AUS DER OKTOBERAUSGABE

AUS DER GEMEINDESTUBE

Raumordnungskonzept vorgestellt
Mit Beschluss vom 10. September 2002 wurde der Entwurf des Raumordnungskonzeptes für die Gemeinde Westendorf zur allgemeinen Einsichtnahme durch vier Wochen hindurch öffentlich aufgelegt.
Der Entwurf des Raumordnungskonzeptes wurde bekanntlich, bevor er zur Begutachtung nach Innsbruck gesandt wurde, vom Gemeinderat einstimmig angenommen.
Als dieser Entwurf nun zurückkam und dem Gemeinderat präsentiert wurde, sorgte besonders ein Punkt für Verwirrung und Missstimmung: Ein Landwirt hatte in Innsbruck persönlich interveniert und bewirkt, dass im Konzept drei Baugrundstücke mehr (als vom Gemeinderat gewünscht) aufscheinen.
Trotzdem wurde die Auflage des Entwurfes (mit knapper Mehrheit) beschlossen.
Darüber wurden die Gemeindebürger bereits mit einer eigenen Informationsaussendung schriftlich informiert.
Außerdem wurde eine öffentliche Gemeindeversammlung abgehalten, in der von Dipl.-Ing. Preyer (Landesregierung), Architekt Widmann (Ersteller des Konzeptes) und Ing. Weißbacher (ökologischer Bereich) die Grundzüge des Konzeptes präsentiert wurden.
Alle Gemeindebürger mit Hauptwohnsitz und Personen mit Liegenschaftsbesitz können dazu noch bis spätestens 24. Oktober 2002 schriftliche Stellungnahmen einbringen.
Das Konzept liegt im Gemeindeamt (Dorfwerkstatt) auf und es kann während der Amtsstunden bis 16. Oktober Einsicht genommen werden. Auskünfte dazu erteilt das Bauamt.

Bebaunngsplan „Hotel Schermer"
Für die plante Hotelerweiterung Schermer musste ein neuer Allgemeiner und Ergänzender Bebauungsplan erstellt und aufgelegt werden. Dabei ist auch das Nachbargrundstück Treichl „Haus Carolin" berücksichtigt. Betroffen sind die Grundstücke 61/7 und 61/9.
Dieser Plan liegt vier Wochen lang zur allgemeinen Einsichtnahme auf.
Die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen endet am 25.10.2002.

Flächenwidmungsplanänderung
Über Anordnung des Amtes der Tiroler Landesregierung wurde die Widmung „Sonderfläche Hofstelle mit Appartments" für die Hofstelle „Schermer" des Josef Fuchs, Bichling in „landwirtschaftliches Mischgebiet" umgewidmet.
Dieser Änderungsentwurf liegt zwei Wochen zur Einsichtnahme auf, somit endet die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen bereits am 15.10.2002.

Kanalprojekt „Kreichling" vergeben
Der Bereich Kreichling wird aus Umweltgründen in das Kanalnetz einbezogen. Nachdem mit den Grundeigentümer bereits ein Übereinkommen erzielt wurde, konnten die Bauarbeiten an die Billigstbieterfirma „Alpine Mayreder Bau GmbH" aus Hollersbach um den Preis von € 43.600.- vergeben werden.
Mit den Bauarbeiten wird demnächst begonnen.
Im kommenden Jahr soll auch der Salvenberg mittels Kanal erschlossen werden. Eine diesbezügliche wasserrechtliche Verhandlung mit den betroffenen Grundeigentümern soll noch heuer stattfinden.
Dazu werden alle schriftlich verständigt.

Sanierungsarbeiten beim Alpenrosensaal
Der Alpenrosensaal ist nun bereits seit 15 Jahren in Betrieb - am 12.9.1987 war die Eröffnung - und es ist nun auch an der Zeit Sanierungen vorzunehmen.
So sind z.B. die Vorhänge der Fenster, Bühne usw. zu erneuern, die Fassade zu färbeln und zu malen und einiges mehr, damit auch in Zukunft unser nicht mehr wegzudenkender Saal wieder sauber und ansprechend aussieht.
Insgesamt haben im Alpenrosensaal seit der Eröffnung ca. 2000 Veranstaltungen mit etwa 345.000 Besuchern stattgefunden. Das zeigt, dass der Saal eine für alle Westendorfer (besonders für die Vereine) gute und wichtige Einrichtung und Investition war, um die uns so manche beneiden.

Beitrag zur 3-Sat-Fernsehproduktion
Für die vom Tourismusverband in Auftrag gegebene 3-Sat Fernsehsendeproduktion über Westendorf wird seitens der Gemeinde ein Beitrag von € 7.500.-geleistet. Die Bergbahnen und die Flugschule haben sich ebenfalls finanziell beteiligt. Insgesamt kostet dieser Film „Stadt-Land-Österreich", der vor der Sommersaison 2003 auf 3-Sat gesendet wird, € 23.000.-. Der Film dauert 45 Minuten und soll Gäste zu einem Sommerurlaub in Westendorf animieren.

Straßenbeleuchtung Straßhäusl
Die Siedlung Straßhäusl wird voraussichtlich im kommenden Jahr mit einer Straßenbeleuchtung versehen. Die Mittel dafür werden im Budget 2003 veranschlagt.
Ob sich auch ein Gehsteig machen lässt, muss noch geprüft werden.

MITTEILUNGEN

Neu Beschilderung und Entfernung der alten Schilder
Seit zwei Jahren gelten nun die neuen Straßen- und Hausnummernbezeichnungen und die Neuaufteilung hat sich gut bewährt. Die neue Beschilderung erfüllt
die gestellten Anforderungen, wobei noch einige Ergänzungen und Verbesserungen zu machen sind.
Ein weiterer Schritt ist nun das Aufstellen von großen Informationstafeln bzw. Straßenplänen, an denen nun gearbeitet wird. Vorgesehen ist, dass an zwei oder drei zentralen Plätzen derartige Tafeln mit dem Ortsplan aufgestellt werden, damit Gäste, Besucher, Lieferanten usw. noch leichter die gewünschten Häuser auffinden.
Leider befinden sich aber an vielen Kreuzungen und Einfahrten noch die Beschilderungen mit alten Hausnummern- und Straßenbezeichnungen sowie die privaten Hinweistafeln, die eher verwirren, als dass sie informieren.
Auch die vielen verschiedenen Hinweisschilder von Gasthöfen, Frühstückspensionen und Appartementhäusern stellen größtenteils eine Beeinträchtigung des Orts- und Straßenbildes dar. Auch bei diesen Schildern muss bezweifelt werden, ob die Notwendigkeit noch gegeben ist. Bis auf einzelne Ausnahmen wurden diese Schilder auch ohne die erforderlichen Genehmigungen aufgestellt.
Sowohl im zuständigen Ausschuss als auch im gesamten Gemeinderat wurde schon mehrmals über diese Beschilderungen beraten und es wurde daher einstimmig beschlossen, dass diese Tafeln entfernt werden.
Viele dieser Tafeln wurden widerrechtlich auf Stehern für Verkehrszeichen, Straßenbeleuchtungslaternen usw. angebracht und auch die Gestaltung dieser
Tafeln ist völlig unterschiedlich.
Durch eine vielfach unübersichtliche Anordnung in Verbindung mit anderen Hinweisen und auch durch die zu große Anzahl der Tafeln auf den Stehern ist der Nutzen sehr gering.
Dass durch derartige Beschilderungen auch das Orts- und Straßenbild beeinträchtigt wird, kann nicht bestritten werden.
Wenn man die Auszeichnung „Schönstes grünes und blühendes Dorf Europas 1998" verwendet, dann muss man wohl auch dazu stehen.
Durch die neue Beschilderung und die Verwendung der neuen Straßen- und Hausnummernbezeichnungen ist es sicher auch nicht mehr notwendig, für einzelne Häuser Schilder anzubringen, da ja die Hausnummern fortlaufend und auch an den Straßenkreuzungen entsprechend beschildert sind.
Die neue Beschilderung soll in der nächsten Zeit noch weiter verbessert und erweitert werden, sodass auch für Gastronomie- und sonstige Betriebe die Möglichkeit der Anbringung von einheitlichen Schildern geboten wird - dies insoweit, als die Möglichkeit der Anbringung der Schilder in den bestehenden Ständern möglich ist oder weitere Steher aufgestellt werden können.
Die Kosten werden pro Tafel ca. € 140,- bis € 160,- betragen. Anmeldungen dafür werden bis 31.10.2002 im Bauamt der Gemeinde entgegengenommen.
Im Interesse eines geordneten Orts- und Straßenbildes ist daher auch auf eine möglichst einheitliche Beschilderung und Gestaltung zu achten und auf derartige, oft viel zu große und bunte Gestaltung zu verzichten. Einheitliche, als Wegweiser ausgeführte Hinweise sind sicher viel wirksamer als viele der bestehenden Ausführungen.
Es werden daher alle Hauseigentümer, die derartige Tafeln aufgestellt haben, ersucht entsprechend den im Gemeinderat gefassten Beschlüssen bis 31.10.2002 die aufgestellten Tafeln zu entfernen, da ansonsten für diese Tafeln die entsprechenden Verfahren nach den Bestimmungen der Tiroler Bauordnung einzuleiten sind bzw. die Entfernung anzuordnen ist.

Giftmüllsammlung
Die Giftmüll- bzw. Problemstoffsammlung findet am Freitag, den 18. Oktober 2002 von 10 bis 13 Uhr auf dem Raiffeisenparkplatz statt.
Diese Sammlung ist nur für den privaten Haushalt gedacht.
Es kann auch Elektroschrott abgegeben werden (gegen Gebühr).

Goldenes Ehrenzeichen für Pfarrer Leitner
Am 29. August des Jahres 1982 kam Pfarrer Mag. Gustav Leitner nach Westendorf. Er vollendete somit heuer sein zwanzigjähriges Wirken in unserer Gemeinde.
Dekan Mag. Leitner, inzwischen auch zum Konsistorialrat ernannt, ist bei der ganzen Bevölkerung sehr beliebt und geschätzt, kann auf ein segensreiches Wirken zurückblicken und hat sich auch bei der Kirchen- und Pfarrhofrenovierung verdient gemacht. Dies war für den Gemeinderat Grund genug ihm das „Goldene Ehrenzeichen der Gemeinde Westendorf" zu verleihen.
Am Sonntag, den 1. September 2002 würdigte die stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Frau Anni Leitner-Hölzl, beim Pfarrgottesdienst das hervorragende seelsorgliche und segensreiche Wirken unseres Pfarrers in den vergangenen zwanzig Jahren und sprach ihm dafür Dank und Anerkennung aus.
In der Feierstunde nach den Gottesdiensten beim Mesnerwirt würdigte auch Bürgermeister Erharter in Anwesenheit von Altbürgermeister und Ehrenbürger Ök.-Rat Schönacher, dem Pfarrgemeinderat und dem Gemeinderat die Verdienste unseres Seelsorgers Dekan Gustav Leitner.
Anschließend überreichte er ihm das vom Gemeinderat beschlossene Goldene Ehrenzeichen samt Ehrenurkunde der Gemeinde Westendorf - in der Hoffnung, dass er in Gesundheit noch lange, zumindest bis zur Pensionierung und darüber hinaus in Westendorf weiterhin so segensreich wirken möge.
Der Kirchenchor und Martin Antretter mit seiner Zither umrahmten mit schönen Liedern und Musik den Gottesdienst und die anschließende Feier, bei der auch Mesnerin Resi, Mesner Sepp, die Pfarrassistentin in Pension Maria Gassner und die Pfarrhaushälterin Greti Fohringer dabei waren.
Vom Pfarrgemeinderat erhielt er einen sehr schönen „Messkoffer" als Geschenk, den er für Bergmessen und anderen außerhalb der Kirche stattfindenden Messfeiern verwenden und brauchen kann.

Kulturwoche im November
Der Westendorfer Kulturkreis lädt schon jetzt die Bevölkerung zu den Veranstaltungen ein, die im Rahmen einer „Kulturwoche" im November durchgeführt werden.
Zur Eröffnung veranstaltet die Musikkapelle Westendorf am 16. November ihr traditionelles Cäcilienkonzert. In den folgenden Tagen sind ein Kinonachmittag für Kinder, ein Kirchenkonzert mit dem Bezirkslehrerchor, ein Dia-Abend mit Fotos aus der Natur um Westendorf von Franz Ager, ein geschichtlicher Abend, an dem unter anderem ein alter Film über Westendorf gezeigt wird, ein Literaturnachmittag in der Bücherei und eine Theateraufführung mit der Volksbühne Westendorf geplant. Den Abschluss bildet am 24. November das allerletzte Konzert der „Fidelen Inntaler" (mit den Kitzbühelern Trachtensängern) im Alpenrosensaal.
Näheres dazu entnehmen Sie bitte der Novemberausgabe sowie den Plakaten!

Feuchtgebietsschutz ist Hochwasserschutz
Im August zeigte sich einmal mehr, dass umfassender Hochwasserschutz auf die Schaffung von Retentionsräumen und die Wiederherstellung naturnaher Gewässer angewiesen ist. Das Projekt „Wasserleben" leistet dazu einen wichtigen Beitrag.
Jetzt, da das Wasser zurückgeht, wird das Ausmaß der (zivilen) Katastrophe offensichtlich. Gleichzeitig wird jedoch auch klar, dass die eigentliche Naturkatastrophe schon vorher passiert ist: Die Zerstörung der Auen, die extensive Begradigung und Regulierung der Flüsse und die Schaffung von Siedlungsräumen, wo keine Siedlungsräume sein dürften, haben das Hochwasser zu jener Katastrophe gemacht, als die sie sich jetzt darstellt.
Dort wo Aulandschaften und Feuchtwiesen nicht entwässert, verbaut oder auf sonstige Weise zerstört wurden, dienen sie als ideale Retentionsräume und damit als natürlicheWasserspeicher. Hochwasser oder Überflutungen, wie wir sie in den letzten Wochen gesehen haben, stellen dort kein Problem dar. Vielmehr fördern sie durch ihre Dynamik die Schaffung ökologisch bedeutsamer Lebensräume.
Gestaute und regulierte Flüsse schützen den Siedlungsraum nicht, sie können ihn sogar gefährden. Die Erhaltung natürlicher Fließgewässer und Feuchtgebiete als Auffangzonen ist umfassendster Schutz vor Hochwasser und sichert nicht nur unzähligen Pflanzen- und Tierarten das Überleben, sondern letztlich in Ausnahmesituationen das Hab und Gut des Menschen.
Der Kampagne „Wasserleben" haben sich alle Bundesländer angeschlossen. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund werden Arten- und Biotopschutzmaßnahmen durchgeführt. Bis 20. Oktober können österreichweit Projekte zum Schutz unserer Feuchtgebiete (in den Kategorien „Angewandter Arten- und Biotopschutz" sowie „Kreativität und Bewusstseinsbildung") eingereicht werden. Die besten 100 Projekte werden ausgezeichnet.
Nähere Informationen und Unterlagen gibt es beim Naturschutzbund Österreich, Museumsplatz 2, 5020 Salzburg, Tel. 0662-642909 oder unter www.naturschutzbund.at

SOZIAL- UND GESUNDHEITSSPRENGEL

Erfolgreiche Flohmärkte
Wir konnten heuer im Sommer drei Flohmärkte in Hof bei Brixen machen. Zum einen hatten wir den tollen Standort der „Old Station", zum anderen bekamen wir von der Bevölkerung viele Sachen geschenkt, da wir über das ganze Jahr sammeln.
Einen ganz besonderen Dank der Familie Stöckl, Kloobauer in Hof, die uns kostenlos den Raum zur Verfügung stellte. Ein Dankeschön unseren Sachspendern aus Brixen und Westendorf und den hilfsbereiten Gemeindemitarbeitern aus Brixen!

Diabetiker-Nachbetreuung
Der Arbeitskreis für Vorsorgemedizin - kurz „avomed" - veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Sozialsprengel am 12. November 2002 einen Fortbildungsnachmittag für Diabetiker und ihre Angehörigen im Rettungsheim in Westendorf.
Eingeladen sind all jene Leute, die im Mai die dreitägige Diabetikerschulung besucht haben.
Der Sozialsprengel ist bestrebt eine fortlaufende Gruppe zu installieren, wenn das Interesse vorhanden ist. Wir berichten in der nächsten Ausgabe.

Beckenbodengymnastik
Dem Sozialsprengel ist es gelungen eine Physiotherapeutin für eine fortlaufende Gruppe, die Beckenbodenmuskeln trainiert, zu gewinnen.
Im Frühjahr hatten wir einen Kurs und werden jetzt am 14. Oktober mit dem ersten Abend beginnen.
Zeit: 18.00 bis 19.30 Uhr einmal im Monat im Gymnastikraum der Hauptschule Westendorf
Kosten: € 10.- ; Anmeldung beim Sozialsprengel, Tel. 2060.

Gesundheitstag
Der Sozial- und Gesundheitssprengel Brixen-Westendorf veranstaltet am 10. November 2002 seinen Gesundheitstag (einschließlich der Blutspendeaktion) in der Hauptschule in Westendorf.
Das Schwerpunktthema lautet diesmal „Sport und Gesundheit".
Alle Brixner und Westendorfer sind herzlich eingeladen.
Das genaue Programm entnehmen Sie bitte der nächsten Ausgabe!

Auktion
Der Sozialsprengel bedankt sich recht herzlich beim Künstler Prof. Ernst Insam aus Kitzbühel für das wunderschöne Aquarell, das er uns gespendet hat. Die Kaufleute von Westendorf konnten für das Insam-Bild € 1.600.- ersteigern.
Herr Christoph Unterrainer hat die Differenz des Betrages seines Kunstwerkes dem Sozialsprengel zur Verfügung gestellt. Mit einem handsignierten Insam-Poster und einem Bild von unserem Westendorfer Künstler Sebastian Ehrensberger konnten wir daher insgesamt € 2.000.- erzielen. Den Veranstaltern (Westendorfer Kaufleute) ein herzliches „Vergelt`s Gott!"

VEREINSNACHRICHTEN

9. Platz bei Militär-WM
Ein schöner Saisonabschluss gelang Roland Waldner (LG Pletzer Hopfgarten) bei den Leichtathletik-Militärweltmeisterschaften in Rom.
Im Finale über 1500 m platzierte er sich mit einer Zeit von 3:48,26 auf dem ausgezeichneten neunten Rang. Einige wesentlich stärker eingeschätzte Läufer konnte er dabei hinter sich lassen.

Informationen des Alpenvereins
Bergsteiger-Treff: Unser nächster Bergsteiger-Abend findet am Freitag, den 8. November um 20 Uhr im Vereinslokal in Brixen statt (Beginn eines Erste-Hilfe-Kurses für Bergsteiger).
Fahrt ins Blaue: Wir unternehmen am Sonntag, den 13. Oktober unsere schon obligate „Fahrt ins Blaue" (Abfahrt um 7 Uhr mit Autobus bei jeder Witterung vom Gemeindeplatz Brixen aus). Dies ist eine Fahrt, die auch für Familien geeignet ist und entweder aus einer Bergwanderung oder einer Besichtigung besteht, je nachdem wie es die Verhältnisse zulassen. Bitte wegen der Busbestellung anmelden (bei Tourenwart Hubert Kofler, Tel. 8648 oder 0664-3523300); Teilnahme auf eigene Gefahr!
Über den Klettersteig auf den Großen Priel: Wieder war eine Bergtour aus Witterungsgründen zu verschieben (auf den 24./25. August). Und es wurde ein voller Erfolg der 19 Teilnehmer, die über einen schwierigen Klettersteig den Großen Priel, 2.515 m hoch, erreicht haben und zusammen mit den sieben AVlern, die über dem Normalweg gekommen sind, die prächtige Aussicht genießen durften. Trotz einem langen Abstieg von 2.000 Höhenmetern herrschte eine ausgezeichnete Stimmung auf der Bus-Heimreise aus Hinterstoder.
Von unserer Familien-Tour auf die Verpeil-Hütte: Mit 17 Kindern und 16 Erwachsenen fuhren wir bei strahlendem Wetter ins Kaunertal bis nach Feichten. Von dort marschierten wir in etwa einer Stunde zur 2.025 m hoch gelegenen Verpeil-Hütte, wo wir sehr freundlich aufgenommen wurden. Am Nachmittag wanderten wir dann in ca. zwei Stunden zum Schweikertferner-See. Alle waren begeistert vom herrlichen Panorama und dem Gletscher mit seinem Abbruch in den großen See. Zurück bei der Hütte bezogen wir unser Lager und verbrachten noch einen lustigen Hüttenabend. Am Sonntag war der Himmel leider bedeckt. Unser Ziel war der Madatschkopf, 2.786 m. Obwohl später Nebel einfiel und es kurz unterm Gipfel leicht zu regnen begann, marschierten 17 AVler bis zum Gipfelkreuz. Bei einem netten Beisammensein und gutem Essen auf der Hütte klang diese Tour noch sehr angenehm aus. Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei den Veniers für den netten Empfang und die gute Bewirtung bei der Ankunft sowie für die Organisation dieser wunderschönen Tour.
Zur Bergtour in Osttirol ging´s am 15. September per Autobus mit 33 Teilnehmern, um vom Lesachtal aus den 2.689 m hohen Kinigat (Karnische Alpen) zu ersteigen. Sieben Wanderer aus der Gruppe erstiegen das Pfannhorn, 2.678 m. Das Wetter zeigte sich recht wechselhaft, es graupelte leicht und zwischendurch gab es auch wieder Sonnenschein.
Erste-Hilfe-Kurs: Für den November planen wir wieder einen Erste-Hilfe-Kurs für unsere Mitglieder (und Freunde) im Vereinslokal in Brixen. Veranstalter ist das Rote Kreuz Westendorf. Termine: 8., 15. und 22. November (Freitage), jeweils um 20 Uhr im Vereinslokal. Wir halten diesen Kurs für sehr wichtig, da gerade der Aufenthalt in den Bergen nicht gänzlich gefahrlos ist und die nächste Hilfe zumeist vom Bergkameraden geleistet werden muss.

Glocknertour der Bergrettung
Bei unserer Herbsttour auf den Großglockner waren 17 Mann mit dabei. Trotz der etwas widrigen Wetterverhältnisse an den Vortagen stiegen wir zur Übernachtung auf die Stüdlhütte auf.
Nach einem gemütlichen Hüttenabend ging’s am Morgen Richtung Großglockner. Die Verhältnisse waren gut und so stiegen wir gemeinsam über den Stüdlgrat zum Gipfel. Waren auch die umliegenden Berge in Wolken gehüllt, so war es für viele dennoch ein tolles Gefühl, das erste Mal auf dem höchsten Berg Österreichs zu stehen.
Die Freude wird etwas getrübt, wenn man sieht, wie dieser stolze Berg zunehmend als „Modeberg" missbraucht wird. Viele „Möchtegern-Bergsteiger" ließen fast endlose Warteschlangen entstehen und die Nerven von so manchem wurden ziemlich strapaziert. Aber für Geld scheint man heute ja fast überall hinzukommen!
Nichtsdestotrotz war es doch eine schöne Tour und nach dem Abstieg über die Adlersruhe ließen wir den Tag im Lucknerhaus ausklingen.
Auch wenn der Großteil der Bergrettungsmänner privat mit dem Alpenverein oder mit Freunden unterwegs ist, so sind solche Gemeinschaftstouren doch fixer Bestandteil in unserer Ortsstelle und unerlässlich, um auch außerhalb des „Pflichtteils" die Kameradschaft zu vertiefen.

„Lachgas"
Mit dem neuen Programm „Jubel-Dur" startet LACHGAS am Sonntag, den 3. November um 20 Uhr im Alpenrosensaal in die neue Spielsaison. Um dem anspruchsvollen Programm gerecht werden zu können, holte LACHGAS sich einen vierten Mann ins Team. Hannes Sandhofer, Musiker und Schauspieler, ebenfalls ein Zillertaler, ist die ideale Ergänzung zu den schon bekannten Oberblödlern Franz, Lois und Rudi. So bieten die nunmehr vier LACHGASer wieder eine Mischung aus perfekter Musik, Sketchen, Einaktern und Witzen, die den Alltag vergessen machen.
Vorverkauf in allen Raiffeisenbanken.

Die Düngung im naturgemäßen Garten (Teil 4)
Bodensäure und ph-Werte: Ein Gärtner, der über den Zustand seiner Erde genau Bescheid wissen möchte, muss nicht nur die Nährstoffe, sondern auch den Säuregehalt kennen. Man spricht hier von der Bodenreaktion und vom pH-Wert (potential hydrogenii - Kraft des Wasserstoffes). Ein Boden kann, chemisch gesehen, sauer oder alkalisch reagieren. Dies wird durch eine siebenteilige Skala bestimmt. Für den Gärtner ist wichtig, dass die meisten Kulturpflanzen eine schwach saure Bodenreaktion und pH-Werte zwischen 6 und 7 bevorzugen. Kalk bindet Säuren und verändert die Bodenreaktion in Richtung auf den alkalischen Bereich. Torf macht die Erde sauer.
Nützliche Bodenanalyse: Ein Gärtner kann durch eine chemische und biologische Untersuchung den Nährstoffgehalt des Bodens ermitteln. Eine solche Analyse kann sehr nützlich sein. Sie erspart dem Gärtner planlose und blinde Düngeversuche. Es gibt im Handel kleine Bodentestersets, mit deren Hilfe man Untersuchungen selbst durchführen kann. Genauere Auskünfte bekommt man nur aus wissenschaftlichen Labors. Dorthin kann man die Bodenproben versenden. Es ist sinnvoll, die unterschiedlichen Bereiche des Gartens getrennt zu testen. Man erhält Auskünfte über die Bodenart, den pH-Wert, den Kalkzustand und den Kalkbedarf, den Phosphor- und den Kaliwert. Auch der Magnesiumgehalt des Bodens kann festgestellt werden. Man erfährt natürlich auch, wie der biologische Zustand des Gartens aussieht, wie reich oder spärlich das Bodenleben ist.

Verkaufsstand für CF-TEAM
Beim Bauernmarkt am 17.8.2002 hatte die Mutter-Kind-Gruppe unter der Leitung von Christine Ehrensberger einen Verkaufsstand mit allerlei Selbstgebasteltem sowie Kaffee und Kuchen zugunsten eines guten Zweckes aufgestellt. Kinder spielten Volkslieder auf dem Hackbrett, der Gitarre, der Querflöte und auf der Ziehharmonika und ein kleines Kasperltheater sorgte für eine nette Unterhaltung bei den kleinen Besuchern. Die Veranstalter konnten an die Obfrau des Selbsthilfevereins CF-TEAM, Maria-Theresia Kiederer, die stolze Summe von € 1.352,- übergeben.
Als Obfrau von CF-TEAM möchte ich mich im Namen der CF-Betroffenen herzlich bei allen Mitwirkenden und Helfern für ihre Unterstützung bedanken, weiters bei Christine Ehrensberger für die gelungene Organisation, bei den Kindern für die musikalische Umrahmung, bei Caroline Rabl und Jakob Schermer für die bezaubernde Kasperlaufführung und beim Herrn Pfarrer sowie allen namentlich unerwähnten Unterstützern für ihre Hilfe.
Ein herzliches „Vergelt´s Gott" auf diesem Wege an alle, die an Stelle von Blumen- und Kranzspenden für Ursula Treichl und Josef Kiederer eine Spende an unseren Selbsthilfeverein getätigt haben.
Dass der Westendorfer Bote nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland gerne gelesen wird, zeigte eine Spende aus Holland. Familie Cor von Dyk, aufmerksam geworden durch die Berichte über Cystische Fibrose im Westendorfer Boten, ließ uns € 53,- zukommen.
Nur durch die zahlreichen Unterstützungen ist es uns immer wieder möglich, unseren CF-Betroffenen die bestmögliche, qualitative und quantitative Betreuung zukommen zu lassen, bzw. betroffene Personen direkt zu unterstützen.
Maria-Theresia Kiederer, Obfrau CF-TEAM

AUS DEM PFARRBRIEF

Wallfahrt
Zum HI. Pater Pio und nach Loreto, Manopello, Lanciano und Monte Sant’ Angelo führt die heurige Wallfahrt mit Erzbischof Dr. Georg Eder bzw. Weihbischof Dr. Andreas Laun.
+ Reise A: 19. bis 24. Oktober 2002
+ Reise B: 24. bis 29. Oktober 2002
Leistungen:
* Fahrt mit modernen Fernreisebussen mit Schlafsessel, WC, Aircondition
* Zustiegsmöglichkeiten an der Strecke
* Charterflug Salzbg.-Neapel bzw. Neapel- Salzburg
* zweimal Halbpension inkl. Getränke in Loreto
* dreimal Halbpension inkl. Getränke in San Giovanni Rotondo
* Transfers bis/ab Flughafen Salzburg aus der Erzdiözese
* Vorderegger-Reisebegleitung während der gesamten Reise
Kosten: Reisepreis: 622 Euro im Doppelzimmer, Halbpension; Einzelzimmerzuschlag: 82 Euro/Person; Reisekomplettschutzversicherung 21,70 Euro pro Person; Jugendermäßigung (bis 25 Jahre/gegen Nachweis/Kein EZ): 70 Euro.
Programm Reise A:
Samstag, 19.10.2002: Anreise in modernen Fernreisebussen (Zustiege möglich) bis Loreto
Sonntag, 20.10.: Gottesdienst in der „Cripta Santi Pellegrini", anschließend Führung durch die Basilika und Besuch des Hl. Hauses, Nachmittag zur freien Verfügung
Montag, 21.10.: Fahrt nach Manopello, Gottesdienst in der Kirche des Hl. Tuches, Weiterfahrt nach Lanciano; nach dem Mittagessen Besichtigung des „Eucharistischen Wunders", Weiterfahrt nach San Giovanni Rotondo.
Dienstag, 22.10.: Besuch des Klosters von P. Pio; Gottesdienst in der „kleinen Kirche"; anschl. Freizeit; nachmittags Exklusivführung durch das Kloster und die Kirche, wo P. Pio einen Großteil seines Lebens wirkte; später Kreuzweg; Abendessen im Hotel
Mittwoch, 23.10.: Fahrt durch die „Foresta Umbria" nach Vieste; Stadtführung; Möglichkeit zu typischem Fischessen; Weiterfahrt über die Küstenstraße nach Mattinata und nach Monte Sant’ Angelo; Gottesdienst in der Erscheinungsgrotte; Abendessen im Hotel.
Donnerstag, 24.10.: Fahrt nach Neapel; Rückflug nach Salzburg und Transfer in die Heimatregionen.
Programm Reise B (Donnerstag, 24.10. - Dienstag, 29.10.2002): Anreise mit Flugzeug von Salzburg nach Neapel; Reise in umgekehrter Reihenfolge, mit dem Bus retour bis Salzburg
Nähere Informationen im Pfarrhof!

Allerseelen, Godlpack und Halloween
Gedenktage der Toten sind schon von den Völkern der Antike bekannt. Die Römer feierten beispielsweise die „Parentalia" vom 13. bis 22. Febnuar.
Die Christen hielten solche Bräuche aufrecht. Schon aus dem zweiten Jahrhundert sind von solchen Tagen Gebete für die Verstorbenen und Gedenkmessen überliefert. Als Termine galten zunächst der dritte Tag nach der Beisetzung und der Jahrestag. Danach kamen der siebte und der 30. Tag, später der 40. hinzu. Etwa 300 Jahre vor Odilo ordnete Bischof Isidor von Sevilla (636) seinen Mönchen jeweils am Tag nach Pfingsten ein Messopfer für die Seelen der Verstorbenen an.
Unter den Benediktinern wurde es Brauch alljährlich einen Gedenktag für die verstorbenen Wohltäter und Freunde des Klosters zu feiem. Als Erfinder von Allerseelen als Gedächtnistag an die Verstorbenen gilt Abt Odilo von Cluny. Er ordnete 998 für alle seine Klöster den 2. November als Totengedenktag an.
Die Allerseelen-Anordnung Odilos soll sich zwar in Frankreich, England und Deutschland rasch herumgesprochen haben, doch in Italien, insbesondere in Rom, wurde Allerseelen erst im 13. Jahrhundert üblich.
Das Hochfest Allerheiligen wurzelt im Orient, wo etwa ab dem vierten Jahrhundert ein Festtag im Gedenken an alle Märtyrer begangen wurde. Der Sonntag nach Pfingsten gilt heute noch in der griechisch-orthodoxen Kirche als „Sonntag aller Heiligen".
Die römische Variante des Christentums beging anfangs Allerheiligen am 13. Mai. An diesem Tag weihte Papst Bonifaz IV. (608-614) den heidnischen Tempel Pantheon als christliche Kirche zu Ehren Mariens und aller Märtyrer. Am Weihetag ließ der Papst 28 Wagen Märtyrer-Gebeine aus den Katakomben in die neue Kirche bringen.
Gregor lll. (731-741) ließ in St. Peter eine Kapelle zu Ehren aller Heiligen, nicht nur der Märtyrer, einrichten. Das darf als wesentliche Anregung eines Allerheiligenfestes im November gelten:
Papst Gregor IV. (827-844) verlegte den Termin vom 13. Mai unter Einfluss von Kaiser Ludwig dem Frommen (814-840) auf den 1. November, weil an diesem Tag das in ganz Westeuropa bekannte „Keltische Jahre" begann.
Allerheiligen ist nicht nur eine Trauerwoche, sondern auch ein Kassenrenner, denn dann schenken in Tirol Paten ihren Patenkindern den „Godlpack" - ein Geschenksanlass, der Weihnachten - geschenkemäßig - bald in den Schatten stellen wird.
Die Tradition des „Godlpacks" lässt so manche Firmenkasse kräftig klingeln. Denn mit dem „Godlpack" beginnt die spätherbstliche Geschäftssaison, die vom Nikolausfest angekurbelt wird und schließlich im Weihnachtsgeschäft gipfelt.
Hinter dem materiellen Aspekt freilich verbirgt sich ein alter christlicher Brauch, der ins sechste Jahrhundert zurück reicht.
Noch heute gilt jedoch, dass der Göd oder die Godl für ein Patenkind neben den Eltern die größte Verantwortung übernimmt. Das heißt, Paten nehmen die Taufkinder auch als eigene an, wenn die Eltern sterben sollten. Und zweimal im Jahr drückt sich diese katholische Sitte auch in Geschenken aus.
Früher erhielten die Patenkinder so genannte Gebildbrote, die Buben z.B. in
Form eines Hasen und die Mädchen ein Hennen-Brot. Stoff, Hemd und Kleid wurden ebenfalls geschenkt. Heute hingegen ist der materielle Druck größer geworden. In Tirol kann die Tradition des „Godlpacks" Weihnachten bald das Wasser reichen. Gekauft wird zu diesem Anlass alles, Grenzen nach oben hin gibt es keine mehr: Handys, elektronisches Spielzeug und Fahrräder stehen auf der Hitliste.
Kürbiskopf statt Grablicht? „Trick or Treat" statt beschaulichem Friedhofsbesuch? In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November wird so manches Stadtzentrum alljährlich zum Laufsteg für Hexen, Gespenster und andere „untote" Kreaturen.
Halbwüchsige durchstreifen - meist schwer alkoholisiert - die Gassen und sind dabei als Film-Psychokiller verkleidet oder mit Totenschädelmasken ausstaffiert, die mittels Pumpsystem aus den Augenhöhlen bluten.
Ob sich heutige Halloween-Zelebrierende Gedanken darüber machen, ob sie nun in himmlischen Gefilden oder doch eher „höllisch" heimisch sind, ist ungewiss. Fest steht, dass beide Festivitäten mit dem Tod zu tun haben.
Während Halloween ursprünglich dem Schutz der Lebenden vor den Toten diente und gewissermaßen eine strikte Trennung zwischen Lebenden und Toten herbeifahren sollte, verfolgen Allerheiligen und Allerseelen das gegensätzliche Ziel. Die Welt der Toten und die der Lebenden werden zueinandergeführt, indem der Dahingeschiedenen meist in aller Stille gedacht wird.
In Österreich werden zu den Feiertagen die Gräber geschmückt und in Ordnung gebracht. Die Hinterbliebenen jäten Unkraut auf den Grabstätten ihrer verblichenen Lieben und für die Begleitindustrie ist es ein Bombengeschäft. Mancherorts sind Blumen und Kränze ausverkauft.
   
Quellen: TT, Furche

Gott begleite und segne all unser Tun nach seinem Willen.
Das wünschen
Maria Gassner uind Pfarrer und Gustav Leitner.

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