Drittklasser wollten MEER und MEHR erfahren

Mit der gelungenen Projektpräsentation am 8. Juni 2004 fand eine Jahresarbeit den krönenden Abschluss.    
„Es war super! So toll! So viel Interessantes lernen wir selten. Ich könnte stundenlang erzählen“ , waren Aussagen von Schülern der dritten Klassen nach sechs Tagen Biologie und sozialem Miteinander am Meeresstrand Istriens.
Als erste Hauptschule Österreichs - sonst war das Projekt in den AHS-Unter- und Oberstufen bekannt - nahm die Hauptschule Westendorf vom 15. bis 20. Mai 2004 das Angebot der naturwissenschaftlichen Abteilung der Universität Salzburg, eine marinbiologische Woche in Rovinj zu absolvieren, wahr.
Herr HOL Harald Schörghofer konnte als Projektleiter Schüler, Eltern und Kollegen für die vernetzende Art des Projektlernens gewinnen.
Nicht erst der Lehrplan 2000 betont die Wichtigkeit des fächerübergreifenden Lehrens, der gute Lehrer weiß von der bleibenden Kraft ganzheitlicher Betrachtungsweisen. Projektunterricht wird als das Zusammenspiel möglichst vieler Merkmale verstanden. Diese sind u.a.:
Die Orientierung an den Interessen der Beteiligten. Für Lehrstoffe, die im Lehrplan vorgegeben sind, ist Zeit zur Erweiterung je nach Interessen der Schüler und Lehrer vorgesehen.
Die Betonung der Selbstorganisation und Selbstverantwortung. Die Lernmethoden werden gemeinsam festgelegt. Lehrer und Schüler besorgen sich alle nötigen Informationen.
Interdisziplinarität, d.h. Wissen, Können, Bildung aus vielen Fachbereichen wird angereichert. In unserem Fall besprachen die Lehrer aus den Fächern BU, LÜ, GS, GW, D, PC, ME, BE, WE, INF, was sie zum gewählten Thema mit den Schülern bearbeiten können. In eigenen Teambesprechungen wurden Vorgangsweisen und Verantwortlichkeiten festgelegt.
Das Lernen über verschiedenste Sinneskanäle ist durch die Vielseitigkeit des Lernfeldes sicher gelungen. Geistige und körperliche Arbeit ging Hand in Hand.
Soziales Lernen, Sich-aufeinander-Einstellen, war sowohl bei Lehrern als auch Schülern während der Vorbereitungsarbeiten, während der „Forschungsarbeiten“ in Rovinj und beim Aufbau der Präsentation groß geschrieben.
Um miteinander und voneinander lernen zu können, werden die verschiedensten Kommunikationsformen geübt.
Wirkung nach außen – Unterricht, der ausstrahlt und ein Teil des gesellschaftlichen Umfeldes wird. Sichtbar wurde dieses Merkmal, indem die dritten Klassen ihre heurigen Faschingskostüme zum Thema „Meereslebewesen“ selbst entwarfen und im Werkunterricht anfertigten. Ein prächtiger Wagen voller Fische, Quallen, Seesterne nahm am örtlichen Faschingsumzug des TVB teil.
Schüler sorgten für das Animationsprogramm für in- und ausländische Kinder auf dem Schulhof, den sie für einen Nachmittag in den „Lido di Westendorf“ verwandelt hatten. Ebenso organisierten sie eine große Tombola mit schönen Preisen. Zum Glück ist ein Klassenvorstand ein begabter Musiker, sodass sogar eine Band aufspielen konnte.
Eltern grillten Fisch und servierten Säfte, Kaffee und Kuchen. Schon beim Adventbasar wurde tüchtig mitgearbeitet, um die Teilnehmerkosten möglichst niedrig zu halten.
So spannte sich ein verbindender Gedanke über viele Schulwochen und viele Talente. Als Direktorin der Schule möchte ich allen Mitwirkenden zum Erfolg gratulieren und mit Freude feststellen, dass Unterrichtsentwicklungsarbeit geschieht. Die Anwesenheit des  Schulinspektors Georg Scharnagl, des Bürgermeisters Toni Margreiter, des GR Florian Aschaber und zahlreicher Eltern ließen die Wertschätzung solcher Arbeit erkennen.

Direktorin OSR Marianne Fuchs

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