Menschen mit Behinderung als Projektziel

Eine Schülergruppe der Hauptschule Westendorf arbeitet seit Schulanfang an einem Projekt für Menschen mit Behinderung. Ein Ziel dieses Projekts ist der Austausch und regelmäßige Kontakt mit Schülern aus dem SPZ Hopfgarten.
Weiters sollen auch finanzielle Hilfen ermöglicht werden, damit das kostspielige Therapiereiten unterstützt werden kann, das jeden Montag in Reith bei Kitzbühel stattfindet und bei den Kindern große Fortschritte in ihrer Entwicklung bewirkt.

ANDERL

Mit dieser Idee nahmen die Kinder am Projektwettbewerb „ANDERL“ der Tiroler Schützen teil und konnten dabei einen zweiten Platz erringen.
Die Preise - ein Mountainbike und Bergbahngutscheine - wurden kürzlich von Jungschützenbetreuer Hans Baumgartner an Projektleiter Franz Wagner und seine Schülergruppe übergeben.

Zu Besuch im SPZ Hopfgarten

In Gruppen zu jeweils acht Schülern besuchten wir das SPZ Hopfgarten.
Als wir das Klassenzimmer betraten, wurden wir herzlich in den Morgenkreis aufgenommen. Jedes Kind nannte seinen Namen und bat um die Fürsprache seines jeweiligen Schutzengels.
Anschließend lauschten wir einem reizenden Kinderlied, in dem alle Namen der Gruppe aufgezählt wurden.
Danach gingen wir in einen Nebenraum und staunten über die grandiosen Therapieeinrichtungen wie Liege, Wasserbett, Lichtorgel, Musikanlage, Blubbersäule etc. und merkten sofort, dass es hier den Kindern gut gehen muss.
Wir wurden in die Geschehnisse des Schulalltags eingeführt, wo wir gänzlich neue Schulsituationen vermittelt bekamen.
Das Spektrum der Beeinträchtigungen ist sehr vielschichtig. Viel Freude schenkten uns die Kinder durch ihre verblüffende Offenheit und Freundlichkeit. Einige fielen uns auch durch ihr strahlendes Lächeln auf. Im Turnsaal - besser gesagt Therapieraum - durften wir sämtliche Geräte ausprobieren. Wir konnten auch die Kinder bei ihren Rechenaufgaben beobachten und etwas unterstützen, wo sie uns zeigten, wie man die Zeiger der Uhr stellen muss, um eine bestimmte Zeit ablesen zu können.
Wir waren natürlich sehr froh darüber, dass wir mit einigen Kindern manche Ausdrücke in der Gebärdensprache erlernten.
Diese Begegnungen haben uns zu mitfühlenden und aufmerksameren Schülern gemacht, was den Umgang mit Menschen mit Behinderung betrifft. Wir wollen uns herzlich bedanken, dass wir bei diesen lieben Kindern sein durften, und gleichzeitig möchten wir den Lehrern und Betreuern ein großes Lob aussprechen, dass sie sich in so herzlicher Form um ihre Schützlinge bemühen.

Andrea Kurz und Viktoria Beihammer

Wolfgang Niegelhell auf Besuch

Der blinde Musiker Wolfgang Niegelhell besuchte vor seinem Konzert in der Pfarrkirche auch die Hauptschule. Dreimal informierte er - jeweils eine Stunde lang - unsere Dritt- und Viertklassler über sein Leben in völliger Blindheit. Dabei wurde er von seiner Assistentin und seinem Blindenhund unterstützt.
Zum Schluss gab er den Schülern noch eine Kostprobe seines musikalischen Könnens auf der Panflöte.
Für die Schüler, die mit vollem Interesse dabei waren, war der Besuch Niegelhells wieder ein wichtiger Beitrag und Baustein zu unserem Jahresthema „Leben mit Behinderung“. Dass „Tirol-TV“ bei uns einen Fernsehbericht gestaltete, trug zum Gelingen dieses Vormittags bei.



Gelungene Benefizveranstaltung

Tiefe Eindrücke hat am 31. März der Benefizabend in der Hauptschule hinterlassen. Schon die einleitenden Darbietungen der Hauptschüler stimmten die zahlreichen Zuschauer sehr besinnlich. Texte über „Leben mit Behinderung“ wurden von entsprechenden Liedern per­fekt umrahmt.
Eine Tombola sorgte dann kurzfristig für Spannung, ehe der blinde Bergsteiger Andy Holzer in großartiger Weise seinen Lebenslauf schilderte und von seinen Bergabenteuern berichtete.
Die Hauptschule bedankt sich vor allem bei den Raiffeisenbanken Brixen und Westendorf, die den Vortrag von Andy Holzer unterstützt haben, und bei den Wes­tendorfer Kaufleuten, die viele Tombolapreise besorgten.
Ein ganz besonderer Dank gilt aber auch der Lehrerschaft, die nicht nur an diesem Abend mitgewirkt, sondern auch alle Kosten für Buffet und Getränke übernommen hat, sodass die freiwilligen Spenden zur Gänze den behinderten Kindern unserer Umgebung zugute kommen werden.
Der Hauptpreis der Tombola, ein tolles Mountainbike, das die Schüler im Rahmen des ANDERL-Projektes der Schützen gewonnen hatten, ging übrigens an einen Zillertaler.

 

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