Liebe Erwachsene in Brixen und Westendorf! 
Liebe Eltern! Geschätzte Gastronomie- und Handelsbetriebe!

Bis ein Mensch soweit ist, dass er das Leben zu seinem Wohl und zu dem der Gemeinschaft sinnvoll gestaltet, ist es ein langer und von vielen Faktoren mitbestimmter Weg. Oft gelingt er relativ problemlos, oft ist er jedoch mit vielen Erschwernissen und Verirrungen verbunden.

Es liegt an allen verantwortungsbewussten Erwachsenen, den Kindern und Jugendlichen auf diesem Weg eine wertvolle Stütze zu sein.

Wir alle suchen auch in der heutigen konsumorientierten Überflussgesellschaft nichts sehnlicher als Zuneigung und Anerkennung, wir finden sie hoffentlich im Familien- und Freundeskreis. Nur - nicht alle Mittel heiligen den Zweck und nicht alle Nachfragen dürfen das Angebot bestimmen!

Was nützen ein Jugendschutzgesetz, ein Alkohol- und Drogenverbot, wenn der geschäftliche Gewinn Erwachsener vorrangig ist?

Was nützt ein Jugendschutzgesetz, wenn Eltern selbst viel zu früh ihre Zügel aus der Hand geben?

Die Elternvertreter und Lehrer der Hauptschule erkennen dieses Problem und bitten Sie alle eindringlichst, ehrlich daran zu arbeiten, dass der Schutz der Jugend besser gewährleistet wird als bisher. Verantwortung und nicht nur „Cool-Sein" oder „Was-geht-das-mich-an?" sind gefragt. Wenn sich das Umfeld für unsere Heranwachsenden zum Besseren verändern soll, dann geht das auch über die Änderung der anbietenden Betriebe und Vereine und über ein gestärktes Selbstbewusstsein der Familien.

Wir wollen doch alle, dass Tragödien vermieden werden !

Für die Elternvertreter und Klassenvorstände der Hauptschule:

Dir. Marianne Fuchs