Aus der Chronik der Hauptschule

Die Hauptschule Westendorf, die Schüler aus den Sprengelgemeinden Westendorf und Brixen im Thale besuchen, besteht seit Herbst 1968. Vorher besuchten die Schüler entweder alle Pflichtjahre lang die Volksschulen oder sie fuhren mit dem Zug in die Hauptschule Hopfgarten. Nur Vereinzelte nahmen den langen Weg in das Gymnasium Kufstein in Kauf.

Im zum Schulzentrum vergrößerten Volksschulgebäude konnte gut gestartet werden, doch nach wenigen Jahren war der Raum für die Volksschule, zwölf Hauptschulklassen und einen Polytechnischen Lehrgang arg beengt. 1975/76 wurde deshalb mit dem Bau eines von Architekt Dipl.-Ing. Gschösser geplanten zusätzlichen Traktes begonnen. Im Herbst 1977 konnte er bezogen werden. 1998, im Jahr des dreißigjährigen Bestehens der Hauptschule Westendorf, fassten die beiden Sprengelgemeinden Westendorf und Brixen im Thale den Beschluss, dem Wunsch nach Erweiterung und teilweiser Erneuerung des Schulgebäudes nachzukommen. Lehrer und Schüler freuen sich nun über einen größeren und teilbaren Turnsaal, der von zahlreichen Vereinen mitbenützt wird. Auch die Außen-Sportanlagen konnten vergrößert werden. In Zusammenarbeit mit der Bergrettung wurde auch eine Kletterwand errichtet. Der neue, modernst ausgestattete Physiksaal mit Experimentierplätzen für die Schüler bahnte den Weg zu verbessertem naturwissenschaftlichem Verständnis. Hinzu kamen auch der freundliche, helle Raum für textiles Werken, der Mittagspausen-Aufenthaltsraum, der auch als Zuschauergalerie für interessante Spiele im Turnsaal nutzbar ist, die Bibliothek daneben und die Ausstattung des Informatikraumes.

Dieser Trakt wurde im Jahr 2009 aufgestockt, wodurch ein zweiter Informatikraum und weitere Gruppenräume hinzukamen. Gleichzeitig wurde die Außenfassade saniert und entsprechend isoliert. Im Sommer 2010 wurden mit der Erweiterung des Konferenzzimmers diese Arbeiten abgeschlossen.

Die Hauptschule Westendorf ist dafür bekannt, wertvolle schulische Neuerungen mutig umzusetzen. So führte man bei uns schon im Jahr 1971 die leistungsgruppierte Hauptschule ein. Wir waren eine der wenigen "Versuchsschulen" im Land Tirol.

Bereits 1990 nahm man mit dem neuen Organisationsmodell "Tiroler Landhauptschule" eine große Portion der so genannten Schulautonomie vorweg.

Seit Beginn des Schuljahres 1997/98 betonen wir den schülerzentrierten, handlungsorientierten Unterricht in offenen Lernphasen und in Form des "eigenverantwortlichen Lernens".

Es ist uns ein großes Anliegen, die Freude an Büchern und den Wissenserwerb durch sie zu forcieren. Die Tatsache ist unumstößlich: Die Kunst des Lesens bereitet uns den Weg für alle weiteren „Künste“. Ebenso ist mit modernen Informationstechniken umgehen zu können, eine unabdingbare Notwendigkeit. Begeistert arbeiten Hauptschüler und Kursbesucher der Erwachsenenschule mit verschiedensten Programmen und nützen den Internetzugang. Bücher und Computer sind uns gleichwertige Helfer.

Seit September 2006 gibt es für alle Schüler, die am Nachmittag im Haus sind, einen warmen Mittagstisch, der in Zusammenarbeit mit dem neuen Wohn- und Pflegeheim Westendorf organisiert wird. Die Hauptschule Westendorf leistet damit eine freiwillige Vorleistung auf eine allfällige Nachmittagsbetreuung.

Im September 2008 startete die Hauptschule Westendorf gemeinsam mit den Hauptschulen Ebbs, Achensee und Elbigenalp mit dem Schulversuch "Modell Tirol" (siehe Schulleitbild). Dieser Schulversuch läuft im Schuljahr 2013/14 aus.

Mit den ersten und zwei zweiten Klassen nimmt die HS Westendorf zudem am Projekt "Technik-Textil-Design" teil, der neue Wege für den Werkunterricht aufzeigen soll.

Direktoren seit der Gründung:

 1967-1992  OSR Josef Sieberer +
 1992-2005  OSR Marianne Fuchs
 2005-  Albert Sieberer