Unser Schulleitbild


Die Hauptschule Westendorf ist eine von vier Tiroler Schulen, die sich am Schulversuch "Modellschule Tirol" beteiligen. Der Schulversuch wurde im Jahr 2008 vom Land Tirol aus der Taufe gehoben und setzt sich zum Ziel, den Kindern auf dem Land die gleichen Chancen zu bieten wie in der Stadt.

 

Der Schulversuch läuft mit im Jahr 2013/14 aus. Die neuen Jahrgänge werden nach dem System "Hauptschule neu" geführt.

 

Einige Eckpunkte zum Schulversuch:

 

Einteilung in Leistungsklassen

 

Die Schüler können bereits nach ihrer Volksschulzeit grundsätzlich in zwei Gruppen eingeteilt werden, und zwar in

a)         jene, die die Anforderungen der AHS erfüllen (kein Befriedigend) und

b)         jene, die diese Anforderungen nicht erfüllen.

 

In der Hauptschule Westendorf wird ab dem Schuljahr 2011/12 diese Teilung erst nach der zweiten Klasse vorgenommen. In den ersten beiden Jahren werden heterogene Klassen geführt, wobei in den Hauptfächern in mehr als der Hälfte der Stunden je ein zweiter Lehrer zur Verfügung steht, um eine spezielle Förderung der leistungsstarken Schüler zu ermöglichen.

 

Was ist anders als bisher?

 

zu a)

Die unter a) genannten Schüler werden (auch in den Realienfächern) nach dem Lehrplan der AHS bzw. 1. Leistungsgruppe unterrichtet, wobei im Schulversuch besonders auf das individuelle Lernen sowie auf die Eigentätigkeit der Schüler Wert gelegt werden soll.

Ab der 3. Klasse wird die zweite Fremdsprache Französisch (F) angeboten.

Die Entscheidung, welche Kinder ab der 3. Klasse in der F-Klasse weitergehen, soll in erster Linie dem Wunsch der Eltern und Kinder entsprechen, allerdings müssen die Leistungen eindeutig erstgruppenwürdig sein.

Am Ende ihrer HS-Karriere sollen die Schüler der F-Klasse ein Zeugnis erhalten, das ihnen den direkten Einstieg in die AHS-Oberstufe garantiert. Gespräche mit dem Gymnasium St. Johann wurden bereits geführt. Natürlich können sie auch in alle Oberstufenschulen einsteigen.

 

zu b)

Im Modell Tirol soll die dritte Leistungsgruppe nicht extra geführt werden. Damit ein gemeinsamer Unterricht sinnvoll ist, steht diesen Klassen auch im 7. und 8. Schuljahr ein zusätzlicher Lehrer in den Hauptfächern zur Verfügung (integratives Fördern).

Unterrichtsmethoden und -techniken, die in den unter a) genannten Klassen gut gelaufen sind, sollen auch in diesen beiden Klassen Anwendung finden.

Ansonsten soll ein besonderer Schwerpunkt der Leseförderung dienen, ein weiterer der Berufsorientierung.

Vorgesehen sind auch Wahlmöglichkeiten (nach Interesse und Eignung).

 

Wechselmöglichkeiten

 

Selbstverständlich sind Wechsel möglich. Verbessert sich etwa ein Schüler aus b) in zwei Hauptfächern in die 1. Leistungsgruppe, kann er in eine a)-Klasse wechseln (zum Halbjahr und zum Jahresende). Ebenso ist es möglich, dass ein Schüler, der nur in einem Hauptfach eine Schwäche hat, in die a)-Klasse geht und in ebendiesem einen Fach in die andere Klasse wechselt. Nicht möglich ist allerdings ein nachträglicher Wechsel in die Französisch-Klasse.

 

Zusammengehörigkeit

 

Die Klassenvorstände haben (verpflichtend) eine wöchentliche Besprechungsstunde, um Gemeinsames zu koordinieren, neue Lerntechniken abzusprechen usw.

Alle Klassen genießen jeweils einmal wöchentlich eine Unterrichtsstunde Soziales Lernen (1. und 2. Klasse), danach Berufsorientierung. In diesen Stunden werden auch Lernmethoden trainiert.

 

Was noch wichtig ist

 

Im Prinzip sind die Ziele, die der Schulversuch im Bereich "Unterricht" hat, mit jenen der "Neuen Mittelschule" identisch. Es gilt, die Eigentätigkeit zu fördern und vor allem Kompetenzen auszubilden. Schrittweise sollen auch organisatorische Änderungen Platz finden (Fächerkombinationen, Unterricht in Modulen, ...).

Der Schulversuch wird von einer beratenden und einer evaluierenden Expertengruppe begleitet.

Die Möglichkeiten, die die "Landhauptschule" bietet (siehe unten), sind vom Schulversuch nicht betroffen.

 

Landhauptschule

 

Die Hauptschule Westendorf wird als „Tiroler Landhauptschule" geführt. Außerhalb der wöchentlichen Pflichtstunden für alle Schüler gibt es ein Stundenkontingent für ein abwechslungsreiches Angebot an Kursen und Projekten auf freiwilliger Basis. Wir erwarten, dass jeder Schüler/jede Schülerin pro Jahr wenigstens zwei der angebotenen Kurse bzw. Projekte wahrnimmt.

Bei uns gilt die Fünftagewoche mit schulfreiem Samstag, wobei für die Pflichtgegenstände sechs Stunden am Vormittag vorgesehen sind.
 

In unserer Lehr- und Erziehungsarbeit streben wir folgende Ziele an:

Um diesen Zielen näher zu kommen, treffen wir folgende Maßnahmen

Individuell abgestimmte Pläne sollen für Deutsch, Englisch. Mathematik und in ausgewählten Realienfächern erfüllt werden.
Durch Beobachtung der Arbeitshaltung und durch Lernzielkontrollen beurteilen die Lehrer die Erfolge.
Für jeden Schüler bieten wir besondere Unterstützung. Außerdem halten wir Förderunterricht in Kleingruppen.

 

Wir führen Maschinschreiben in der 5. Schulstufe und Informatik in der 7. und 8. Schulstufe als Pflichtgegenstände. In der 8. Schulstufe bieten wir außerdem jedem Schüler zusätzlich die Möglichkeit, sich in moderner Informationstechnologie als unverbindliche Übung freiwillig weiterzubilden.